Biokunststoffe und Umweltschutz im Trend
Immer mehr Unternehmen setzen auf Biokunststoffe um ihr Image zu fördern. Auch wenn der Einfluss von Biokunststoffen auf den Umweltschutz noch nicht hinreichend geklärt ist, so wird die Produktion dennoch vom Bio- Trend angetrieben.
Seit rund zehn Jahren sind Biopolymere auf dem Markt verfügbar. Die bisher verwendeten Polymere wie Polyethylen, Polyproylen, PVC, PET, Polyamid oder Polyester sind teilweise oder vollständig durch Biopolymere ersetzt worden. Die am häufigsten verwendeten Rohstoffe sind zucker- oder stärkehaltige Pflanzen, teilweise stammen sie aus Nahrungsmittelresten oder pflanzlichen Abfallprodukten.
Eine Studie der EPNOE (European Polysaccharide Network of Excellence) und der Universität Utrecht besagt, dass Produktion von Agro-Plastik von 360.000 Tonnen (Stand 2007) bis auf 2.3 Millionen Tonnen bis 2013 ansteigen wird. Die technischen Möglichkeiten herkömmliche durch Biokunststoffe zu ersetzen liegt bei 90 Prozent (wir berichteten).
Im Hinblick auf diese Prognose investieren Biokunststoff-Produzenten in den Ausbau ihrer Ressourcen, fördern neue Pflanzungen und Innovationen. Allerdings ist es noch ein weiter Weg, sich fest auf dem Markt zu etablieren.
Doch bei all dem Hype um den Bio- Trend werden auch kritische Stimmen laut. Da Biokunststoffprodukte vollständig biologisch abbaubar sein und komplett aus nachwachsenden Rohstoffen bestehen sollen, wird die Frage nach der Nachhaltigkeit des Anbaus immer lauter.
Ein weiters Problem besteht darin, dass kaum ein Anbauer den Verzicht des Einsatzes von genetisch verändertem Pflanzenmaterial garantieren kann.
Quelle: Premiumbeautynews.com
Stichworte: Biokunststoffe, Bioplastik, Biopolymere, nachwachsende Rohstoffe
