Jatropha- Anbau in Indien - Daimler setzt auf Biodiesel

Geschrieben von: Michael Pankratius

Im südindischen Bundesstaat Tamil Nadu wird zurzeit auf 100 Hektar die Jatropha- Pflanze von heimischen Bauern angebaut.
Die Daimler AG stellt den Kommunen finanzielle Mittel, sowie Fachwissen aus Forschungsarbeiten zur Verfügung. Der Anbau erfolgt ausschließlich auf kargen Böden, die im Normalfall nicht landwirtschaftlich genutzt werden. Somit wird das Problem der oft kritisierten lokalen Nahrungsmittelkonkurrenz umgangen.
Zusätzlich zum umweltbewussten und innovativen Auftrag auf Biokraftstoff zu setzen, sieht die Daimler AG die Aufgabe, sozial schwachen Regionen Indiens zu stärken.
Durch ein Darlehen an die indischen Kleinbauern - das diese für Setzlinge und die Produktion verwenden - und eine Abnahmegarantie der Jatropha- Ernte seitens des Konzerns - wodurch die Bauern wiederum den Vorschuss zurückzahlen können - ist die Grundlage für einen wirtschaftlichen Kreislauf geschaffen. Mit dem zurückgezahlten Kredit plant die Daimler AG weitere Investitionen in den Jatropha- Anbau. Das Projekt ist zunächst für fünf Jahre geplant.
Unterstützt wird die Daimler AG von der Deutschen Investitions- und Entwicklungsgesellschaft und der Bayer CropScience AG, um die Methoden zum nachhaltigen Anbau von Jatropha weiterzuentwickeln.

Aus den Samen der Jatropha- Nuss wird Biodiesel gewonnen. Dieser besitzt ähnliche Eigenschaften wie Treibstoff aus anderen Ölsaaten und wurde bereits erfolgreich in Testfahrzeugen mit modernen Common-Rail -Dieselmotoren von Mercedes-Benz getestet.
Für den Jatropha- Anbau spricht eine positive CO2-Bilanz. Jatropha eignet sich aufgrund der geringen Bodenansprüche besonders als Energiepflanze. Sie kann auf kargen und erodierten Böden angebaut werden und somit das Problem der lokalen Nahrungsmittelkonkurrenz umgehen.


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Datum: Freitag, 5. Februar 2010 1:04
Themengebiet: Öl- und Proteinpflanzen | Trackback: Trackback-URL
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