Agrotreibstoffe - Kritik an Jatropha- Anbau
Kritiker die darauf hinweisen, dass Agrotreibstoffe weder umwelt- noch klimafreundlich sind, bekommen dieser Tage Bestätigung aus der Schweiz.
Die Kommission für Umwelt, Raumplanung und Energie (UREK) des Ständerats kommt den Forderungen nach Formulierung strenger Zulassungskriterien für Agrotreibstoffe nach.
Das Stimmenverhältnis von 9 zu 0, sowie 4 Enthaltungen sprechen eine deutliche Sprache. Beeinflusst wurde die Kommission von den überwiegend negativen Erfahrungen, die besonders in Entwicklungsländern mit der Produktion von Agrotreibstoffen gemacht wurden.
Vielerorts werden Wälder gerodet, Wasserressourcen vergeudet und Kleinbauern ihres Grund und Bodens beraubt.
Eine Studie von August 2009 der mosambikischen Umweltorganisation Justicia Ambiental (Mitglied der internationalen Organisation Friends of the Earth) und dem Bauernverband des Landes UNAC (Mitglied der internationalen Bauernbewegung La Via Campesina) beschäftigt sich mit der Jatropha- Produktion in Mosambik. Daraus geht hervor, dass Jatropha auf fruchtbaren Böden angebaut werden muss und ständiger Bewässerung bedarf. Dieser Umstand konkurriert mit der Nahrungsmittelproduktion des Landes, in dem Mangelernährung herrscht.
Stichworte: Agrotreibstoffe, Biokraftstoffe, Friends of the Earth, Jatropha, Justicia Ambiental, La Via Campesina, UNAC, UREK

Donnerstag, 18. Februar 2010 10:14
Es ist zunächst festzustellen, in welcher Art, und Weise Jatropha Plantagen aufgebaut werden. Jatropha ist eine wild wachsende Pflanze dessen Ertrag an Öl recht unterschiedlich sein kann. Auch Jatropha benötigt in den ersten 3 Jahre Wasser um entsprechend gedeihen zu können. Mit entsprechender Größe, wird die Pflanze robuster und sukkulenter und es ist möglich die Pflanze mit entspr. Abwasser zu bedienen. Doch steht im Vordergrund zu welchem Ziel Jatropha angebaut werden soll. Wird die Interesse zu Kapitallastig so bringt der Anbau nur kurzfristig einen Gewinner hervor mit wesentlich negativen Folgen für Mensch und Umwelt. Wird es im Rahmen der ländlichen Entwicklung (soziales Engagement)angebaut, wie unser Test-Projekt in Afrika zeigt, kann es den Menschen und der Umwelt langfristig dienlich sein und darüber hinaus den Initiatoren, Menschen und ethisch eingestellte Investoren gesunde Erträge erbringen.
Freitag, 19. Februar 2010 13:56
Vielen Dank für diese Einschätzung. Haben Sie Interesse Ihr Testprojekt an dieser Stelle vorzustellen? Wir würden uns freuen. Gern können Sie mit uns Kontakt aufnehmen: http://www.nachwachsende-rohstoffe.biz/eine-seite/