Die mögliche Dimension einer Technikpflanze mit Namen „MISCANTHUS“

Geschrieben von: Albrecht von Hagen

Miscanthus hat Europa vermutlich in den 80er Jahren erreicht. Die Pflanze wurde mächtig missverstanden, bis Herr Doktor Ralf Pude die Winterfestigkeit der Pflanze um 1995 herum feststellte, indem man die Pflanze über Rhizome vermehrt. Heute, April 2008, scheint der Weg frei zu werden um als Technikpflanze für Erdöl und Holzersatz unsere Mobilität und unseren Bedarf an Wärmeenergie zu halten und zu steigern.
die Grundvoraussetzungen dafür haben Landwirtschaft und Produktionsanlagentechnik geschaffen. Die Politik hat vor ein paar Tagen dadurch nachgezogen, dass sie die Ölpflanzen als möglichen Erdölersatzfaktor aus dem Subventionsprogramm gestrichen hat. Abgesehen davon, dass die Visionäre, Individualisten und Einzelgänger an die Effektivität dieser Pflanze geglaubt haben, hat die Anlagenproduktion inzwischen bewiesen, dass über die verschiedensten Verfahren Miscanthus als Biomasse hervorragend geeignet ist.
Es geht ja nicht um kleine Mengen, es geht ja um hunderttausende von Hektar, die mit Technikpflanzen und nicht mit Pflanzen aus der Ernährungskette besetzt werden müssen. Und dafür ist die robuste Miscanthuspflanze in den gemäßigten Zonen weltweit geeignet. Bereits nach zwei Jahren Aufwuchs nähert sie sich an zwanzig Tonnen Trocken-Biomasse (TBM) und übertrifft diesen Ertrag bei vernünftiger Vorbereitung nach dem vierten Jahr je nach Bodenwert.

Es scheint, als würde sich oben gesagtes langsam praktisch herum sprechen. Meine Gesprächspartner nehmen an Quantität und Qualität zu. Die Aufträge zur Vermehrung erreichen nennbare Größen.
Aber das Zeitfenster für das angestrebte politische Ziel, die Kraftstoffbeimischung von 20%  bis 2020 zu erreichen, wird immer enger. Da Holz und PVC-Ersatz ebenfalls ihre Ansprüche angemeldet haben (immer knapper, immer teurer und immer mehr Bedarfsträger), wird der Markt für Technikpflanzen – Miscanthus, Jatropha und schnell wachsende Weichhölzer (Weide und Pappel) – immer enger; Ergebnis: Nachfrage steigt und Engpässe werden unvermeidlich.
Die Politik ist gefordert, die Rahmenbedingungen für den Anbau von Technikpflanzen schnellst möglich mit subventionierten Anreizen zu schaffen. Ich hoffe es wird weitest gehend erkannt, was die Dimension dieser Pflanze Miscanthus für uns alle bedeutet.

Ich würde mich freuen, wenn möglichst viele Interessierte diese Frage aktiv mit mir beantworten.
Albrecht von Hagen 0049(0)228-6297551 albrecht@avh-langen.de


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Datum: Dienstag, 15. April 2008 19:09
Themengebiet: Miscanthus | Trackback: Trackback-URL
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