Unabhängig mit Nahwärme in Westuffeln

Geschrieben von: KM

Unterstützt vom Kompetenzzentrum HessenRohstoffe (HeRo) e.V. fand Anfang Dezember in Westuffeln die zweite Bürgerversammlung zum Thema „Bioenergie für Westuffeln“ statt. Über 80 Menschen kamen abends zum „Westuffelnder Hof”, um sich über den Bezug von kostengünstiger Energie durch eine leistungsfähige Holzhackschnitzelanlage zu informieren. Damit waren diesmal fast zweimal so viele interessierte Bürger gekommen wie zur ersten Veranstaltung Ende Oktober 2009, die HeRo zusammen mit der Wärmebüro Klaft GmbH und Gemeindevertretern initiiert hatte.
Die Moderation lag bei Dr. Doris Wagner, zuständige Fachreferentin für den Bereich Kommunale Initiativen bei HeRo. Die Hackschnitzelanlage soll auf dem Betriebsgelände der Wilhelmsthaler Mineralbrunnen GmbH installiert werden, wo bereits ein Heizkessel in ähnlicher Größenordnung steht. Betriebsleiter Günter Hose will im Auftrag der Hassia-Group in die Anlage investieren, um den Energiebedarf des Unternehmens durch den Einsatz von erneuerbaren Energien abzudecken. Ein Teil der so erzeugten Wärme ist aus technischen Gründen für die gewerbliche Nutzung ungeeignet. Die Anwohner können
dadurch profitieren: Die überschüssige Wärme könnte über ein Nahwärmenetz die Haushalte in Calden zusätzlich mit Wärme versorgen. Damit müssten die Dorfbewohner nur noch für den Wärmetransport ins Dorf aufkommen. Durch die Gründung einer Genossenschaft kann diese Aufgabe gemeinschaftlich wahrgenommen und verantwortet werden. Beratend standen darum am 1. Dezember auch Bernhard Brauner und Peter Borges vom Genossenschaftsverband zur Verfügung.
Nun könnte alles ganz schnell gehen: Über 40 Haushalte hatten bereits im Vorfeld ihr Interesse signalisiert. In Westuffeln wurde deutlich, dass es dabei nicht nur um die Bereitschaft zu einer finanziellen Beteiligung ging: Die Anwohner bringen sich engagiert in die weitere Planung ein. Ein Ziel des Abends war daher die Gründung von Arbeitskreisen zur Koordinierung des weiteren Vorgehens. „Wir lassen niemanden
alleine“ betonte dabei Dr. Wagner und sicherte die Unterstützung von HeRo für den AK Öffentlichkeitsarbeit zu. Der AK Genossenschaft wird durch die Fachleute vom Genossenschaftsverband begleitet, und das Wärmebüro Kraft berät fachkundig den AK Technik.

Noch vor dem Weihnachtsfest sollen konkrete Schritte in die Wege geleitet werden. Bürgermeister Andreas Dinges freute sich: „Wenn wir das Projekt in die Tat umsetzen, dann ist Westuffeln ganz vorne mit dabei“. Für Erstberatungen und weitere Informationen zur energetischen Nutzung von Biomasse für Kommunen steht HeRo-Fachreferentin Dr. Doris Wagner unter 05542 – 6003 368 zur Verfügung.


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Datum: Dienstag, 8. Dezember 2009 20:19
Themengebiet: In eigener Sache | Trackback: Trackback-URL
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