Sibirische Lärche vs. Pro-Good-Wood bei der Gartengestaltung

Geschrieben von: Gastautor

Das Projekt “Holzecke” entstand, nachdem die heimische Tuja-Hecke es nicht schaffte, sich heimisch zu fühlen und einging. Es wurde also nach langem Hin und Her der Entschluß gefasst, die Gartenecke durch eine weitere Sitzmöglichkeit aufzuwerten. Ein Holzfußboden aus Terassendielen sollte als Untergrund herhalten. Um ein ungestörtes Verweilen zu ermöglichen, mußte ein Holzzaun hinzugefügt werden.

Beim Planen des Herzstücks, also des Holzfußbodens war der Gedanke, sich die “pro-good-wood” Inititiative des ortsansässigen Sägewerkes Hagensieker einmal näher anzuschauen. Nach optischen und montagetechnischen Gesichtspunkten geurteilt, hätte dieser Anbieter das Rennen gemacht. Aber die preisliche Komponente sollte nicht ganz außer Acht gelassen werden.

So wurde eben auch Tropenholz wie Bankirai oder Bongossi in Betracht gezogen. Optisch sind die natürlich durch ihre Rotfärbung sehr angenehm fürs Auge. Preislich liegen diese Hölzer allerdings nur wenig unter der heimischen Thermoholz-Variante von “pro-good-wood”.

Letztendlich sind wir auf die sibirische Lärche gekommen. Die Sibirische Lärche kommt, wie der Name schon sagt, überwiegend aus Russland. Das Holz ist aufgrund der dort herrschenden Klimabedingungen sehr einjährig und hat sehr kleine Äste. Das Lärchenholz ist ein sehr helles Holz, ist dabei sehr schwer und hat eine hohe Dichte, sodass sie auch gut im Außenbereich verwendet werden kann. Preislich liegt sie etwas 50% unter allen anderen genannten Holzarten. Für die Farberhaltung und den Witterungsschutz wurde die Lärche mit einem farblosen Hartholzöl gestrichen.

Es wurde eine Unterkonstruktion in selbem Holz gebaut mit einer leichten Neigung zur Rasenmitte (siehe Bild). Die Konstruktion ist gelagert auf, in Beton eingelassenen Pflastersteinen, die mit einer Betumenfolie gegen aufsteigende Feuchtigkeit geschützt sind. Edelstahlschrauben wurden für die Langlebigkeit der verzinkten Schraube vorgezogen.

Der Zaun ist aus einfachem Bauholz, der heimischen Fichte hergestellt und mit einer Holzlasur gestrichen.

Steffen Niemann-Meinberg

[Anmerkung der Redaktion: Nachdem das Projekt des Lesers so gut gelungen ist, wird er sicher in Kürze auch noch den Garten seiner Ferienwohnung in Hooksiel neu gestalten!]


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Datum: Mittwoch, 13. Mai 2009 12:28
Themengebiet: Holz | Trackback: Trackback-URL
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2 Kommentare

  1. 1

    […] alles anstellen kann. Z.B. Gartenecken gestalten. Das gefundene Beispiel allerdings verzichtet auf Thermoholz aus nachvollziehbaren […]

  2. 2

    Es freut einen schon zu sehen, mit welcher Liebe so mancher seinen Garten gestaltet. Es ist auch schön, wenn dann voller Begeisterung das Erreichte im Netz veröffentlicht wird.
    Schade ist, wenn dabei Äpfel mit Birnen verglichen werden und, mangels besserem Wissen, Falsches verbreitet wird. Deshalb möchte ich folgendes klarstellen:

    Thermoholz wie z.B. von proGOODWOOD ist eine fantastische Alternative zu Tropenhölzern und, wie schon richtig bemerkt, mitunter kaum teurer. Die so behandelte Buche oder Esche ist gleichmäßig resistent und in die Haltbarkeits-klasse 1 einzuordnen, weitgehend astrein, dimensionsstabil und aus heimischer, nach-haltiger Forstwirtschaft. Vergleichbares Tropenholz gibt es kaum und das, welches mit Thermoholz verglichen wird, ist schwankend dauerhaft(Haltbarkeitsklasse 1-3), nicht dimensionsstabil und zu 90% ein Raubbauprodukt.

    Die sibirische Lärche ist sicherlich das haltbarste Nadelholz (Resistenzklasse 2), aber leider auch ein Raubbauholz. Die ökologischen Schäden in den Urwäldern Sibiriens sind enorm, durch die kurze Vegetationsperiode (daher die Feinjährigkeit) werden sich die Bestände auf Jahrhunderte hin nicht erholen. Viele dieser Wälder (und Lebensräume) werden für immer verloren sein. Zertifizierungen dieses Holzes basieren auf einem Passus im russischen Forstgesetz, nachdem für jeden gefällten Baum ein Setzling gepflanzt werden muß. Solche stehen seit Jahren nicht zur Verfügung, geschweige denn Personal welches diese Aufgaben übernehmen würde. Unbelastet von forstwirtschaftlichen Kosten ist dieses Holz dann trotz der langen Transportwege so günstig.
    Hier wären eine heimische Lärche oder die hier erzeugte Douglasie die richtige Alternative gewesen, zumal die Douglasie bei weitem nicht so stark ausharzt wie die Lärche.

    Für den Witterungsschutz ist eine Ölimprägnierung ideal (bei vielen Thermoholz-Anbietern schon werkseitig appliziert), wirkt aber nur mit Pigmenten. Hier gilt: je mehr Pigmente, desto höher der UV- Schutz und je heller das Holz, desto mehr UV- Schutz benötige ich. Also- mal kräftig braun nachstreichen oder einfach das Holz grau werden lassen- ist auch schön.

    Lutz Kockläuner

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