Kritik an sinnloser Verbrennung des Bau- und Werkstoffes Holz zu Gunsten der Bioenergieförderung

Geschrieben von: Michael Pankratius

Der Verband der Deutschen Holzwerkstoffindustrie e.V. warnt vor der Entwertung von Holz unter dem Deckmantel Biomasse.
Die Förderrichtlinien von Biomasse entsprechen nicht den Marktgegebenheiten, sondern bringen den Wettbewerb in eine Schieflage. Unter den Sammelbegriff Biomasse fällt auch der wertvolle Rohstoff Holz, der somit zum unbedachten Verfeuern freigegeben wird. Nach Ansicht des Verbandes ein Irrsinn, der Tausende von Arbeitsplätzen in der Holzindustrie gefährdet. Indem die Bundesregierung einseitig das Verheizen von Holz fördert, bringt sie mehr als 69.000 Holzbetriebe in Schwierigkeiten. Die Holzversorgung stockt und die Preise steigen über das Verkraftbare; die Folge sind Produktions-, Umsatz- und Gewinneinbrüche, Verluste, Werksstilllegungen und Entlassungen

Ein weiteres Argument des Verbandes ist der Klimaschutz. Während die Bioenergie 2009 58,4 Mio. Tonnen CO2-Emissionen vermied, sind aktuell in Holzprodukten 1,28 Mrd. Tonnen CO2-Äquivalente unschädlich abgespeichert; dazu kommt die CO2-Ersparnis durch das Vermeiden von klimaschädlichen Bau- und Werkstoffen.

Die unweigerliche Konsequenz daraus ist laut dem Verband, dass der inzwischen knappe Rohstoff zunächst in der Bau- und Möbelindustrie genutzt werden sollte und er erst später als ausgedientes Altholz in die Verbrennung gehen darf. Aufgrund der zunehmenden Rohstoffverknappung muss die Förderung der Verbrennung von Holzsortimenten, die zuvor stofflich genutzt werden können, sofort beendet werden.


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Datum: Mittwoch, 9. Juni 2010 11:07
Themengebiet: Holz | Trackback: Trackback-URL
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