Interview mit Herrn Elmar Thüry zum Thema Holzdildos aus dem Odenwald
Klaus-Martin Meyer: Herr Thüry, Sie produzieren und vertreiben ein besondere Produkte aus Holz nämlich Holzdildos. Können Sie sich und Ihre Produkte bitte kurz vorstellen?
Elmar Thüry: Wir sind ein kleines Familienunternehmen aus Hettigenbeuern im Odenwald und fertigen Sexspielzeuge für Erwachsene aus Fichtenholz. Unser Sohn, Daniel und ich drechseln alle Teile von Hand. Meine Frau macht alle Beschichtungsarbeiten und erledigt zudem auch alle Büroarbeiten, wobei sie von unserer Tochter Jasmin unterstützt wird. Unser ältester Sohn erledigt alle Computerarbeiten und kümmert sich um unsere Homepage. Der Freund von Jasmin unter stützt Daniel und mich in der Werkstatt.
Klaus-Martin Meyer: Sie verwenden Fichtenholz. Warum ist dieses für Ihre Produkte besonders geeignet?
Elmar Thüry: Als wir vor ca.2 Jahren begonnen haben, stellten wir fest, dass es bereits einige Hersteller gibt , die ebenfalls Sexspielzeuge aus Holz herstellen. Diese fertigen aber überwiegend aus Hartholz und benutzen als Oberflächenbehandlung Glanzöle oder Wachse.
Um nicht in direkter Konkurrenz mit den anderen Herstellern zu stehen , habe ich mich für heimisches Fichtenholz entschieden. Außerdem beschichten wir aus hygienischen Gründen unsere Produkte mit umweltfreundlichem Lack. Dadurch entstand ein völlig neues Produkt.
Fichtenholz hat eine warme Ausstrahlung, hat die schönste Maserung, ein geringes Eigengewicht und durch seine langen Fasern extrem gute Vibrationseigenschaften.
Klaus-Martin Meyer: Inwiefern ist das Material Holz ein geeignetes Marketing-Vehikel, um in einem umkämpften Markt Premium-Spielzeuge für Erwachsene zu verkaufen?
Elmar Thüry: Dildos aus Holz gibt es seit ca. 4000 Jahren.“ Jetzt neu Holz ist trendy. Seit Jahrzehnten gibt es Sexspielzeuge überwiegend aus Kunststoffen. Mittlerweile wird in der Öffentlichkeit immer mehr über verschiedene Materialien in Kunststoffen, die nicht gerade gesundheitsfördernd sind, diskutiert. Holz an sich ist antibakteriell. Wir vom Waldmichlsholdi-Team zeigen auch, dass unser heimisches Fichtenholz zu mehr taugt, als nur für Bauholz.
Klaus-Martin Meyer: Holz ist im Punkto Hygiene ein sehr viel besserer Rohstoff als gemeinhin angenommen wird. Spielt dieser Sachverhalt bei Ihren Kunden eine Rolle? Können Ihre Produkte vielleicht sogar helfen, diese Eigenschaft des Holzes bekannter zu machen?
Elmar Thüry: Dass Holz ein sehr hygienischer Rohstoff ist, dürfte den meisten Menschen, bewusst oder unbewusst, klar sein. Denn seit Menschengedenken werden Produkte aus Holz im Lebensmittelbereich eingesetzt.
Wenn aber die Menschen über Holzdildos reden, kommt fast immer die gleiche Frage: “Was ist, wenn der splittert?“
Alle Produkte von Waldmichlsholdi werden nach dem Drechseln in mehreren Schleifarbeitsgängen absolut glatt geschliffen. Danach kann keine Splittergefahr mehr enstehen. Weil das Holz aber sehr saugfähig ist, bekommt es bei uns noch mehrere Schichten Lack, der nach DIN 71.3 auch für Kinderspielzeug verwendet wird. Durch unsere aufwendige Beschichtung sind unsere Produkte hygienisch einwandfrei und nach Gebrauch ganz einfach mit Wasser und Seife zu reinigen.
Immer mehr Menschen gehen bewusster mit Materialien um und kaufen auch bewusster ein. Ein Produkt von Waldmichlsholdi hält bei sachgemäßer Behandlung ewig. Es ist ein Ziel von uns, unsere Produkte ständig zu verbessern und das urige traditionelle Fichtenholz mit High-Tech Vibrationseinheiten den Menschen anzubieten.
Wir wissen, dass wir noch sehr viel Aufklärungsarbeit über das Material Fichtenholz für Dildos und Vibratoren vor uns haben. Aber die vielen Menschen, die heute schon bewusster mit verschiedenen Materialien und Rohstoffen umgehen, helfen uns dabei.
Die vielen Feedbacks von begeisterten Kunden über unsere Produkte, lassen uns zuversichtlich in die Zukunft blicken.
Nachtrag von der Redaktion:
Hier ein älterer Beitrag zum Thema Holzdildos auf www.nachwachsende-rohstoffe.biz
Stichworte: Elmar Thüry, Fichtenholz, Holzdildos
