Asian Bamboo - Allzeithoch auf dem Aktienmarkt

Geschrieben von: Michael Pankratius

Die Aktie des Marktführers für Bambusanbau Asian Bamboo steigt und steigt und steigt: In den vergangenen Tagen erreichte der Bambus-Spezialist ein Allzeithoch bei 30,39 Euro.

Asian Bamboo ist einer der weltweit führenden Produzenten von Moso-Bambusstämmen und organischen Bambussprossen. Mosos gleichen Chinas mangelnde Holzversorgung aus, während die Bambussprossen als „Nebenprodukt“ auf lokalen Märkten frisch verkauft oder weiterverarbeitet und exportiert werden. Der größte Anteil der Unternehmensprodukte wird in China verkauft, zudem werden verarbeitete Bambussprossen nach Japan exportiert.

In den vergangenen fünf Jahren wuchsen die Erlöse um durchschnittlich 75 % pro Jahr. 2008 verdreifachte das Unternehmen den Umsatz (43,8 Mio. Euro), 2009 war es eine Steigerung um rund 50 %. Asian Bamboo zeigt eine beeindruckende Wachstumsraten und operiert in einem vom Staat geschützten und geförderten Umfeld.

In den letzten Tagen ließ Asian Bamboo verlauten, ein Level 1 ADR-Programm für den US-Handel aufzulegen. ADRs sind von einer Depotbank ausgegebene Hinterlegungsscheine (Zertifikate),  damit US-Investoren in ihrer Heimat die Asian Bamboo-Aktie handeln können, obwohl die Asiaten nicht an einer US-Börse notiert sind.

Vor kurzem übernahm Asian Bamboo einen Teil des chinesischen Hochbauunternehmens Xinlifeng zu einem sehr günstigen Preis. Hauptintention der Übernahme war die Integration in den Konzern und damit der Ausbau der ohnehin schon führenden Marktstellung.
Asian Bamboo übergibt ein Fünftel seiner Bambusproduktion an die übernommene Xinlifeng. Bis 2011 soll die Anbaufläche planmäßig um ein Drittel wachsen, so dass die Absatzkanäle gesichert sein dürften. Ein Ziel von 100 Mio. Euro Umsatz im kommenden Geschäftsjahr ist realistisch.
Hierbei profitiert das Unternehmen gleich von mehreren Trends:

1.    Dem demografische Faktor, der die Nachfrage nach Holz automatisch steigen lässt.
2.    Dem aufkeimenden Wohlstand im Reich der Mitte, wobei gleichzeitig der Staat die Abholzungsmöglichkeiten einschränkt und damit den Einsatz von Bambus als nachhaltigen Holzwirtschafts-Rohstoff fördert.
3.    Der steigenden Nachfrage nach Bio-Lebensmitteln.

Einer weiteren Erfolgsgeschichte steht also nicht im Wege.


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Datum: Dienstag, 9. Februar 2010 12:32
Themengebiet: Holz | Trackback: Trackback-URL
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