Löwenzahn als Rohstoff wiederentdeckt

Geschrieben von: KM

Löwenzahl hat „ein unglaubliches agronomisches Potential“. Mit diesen Worten zitiert die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung den Biotechnologen Dirk Prüfer* von der Universität Münster. Dies gelte vor allem für den klebrig-weißen Saft, denn darin steckt Katuschuk ein wertvoller Gummirohstoff. Ein Vorteil des aus der Wiesenpflanze gewonnenen Gummis ist, dass dieser von Latex-Allergikern ohne Probleme vertragen werde. Damit werde der Biokunststoff für Nischenmärkte wie Kondomen, Handschuhen und Kathedern.

Breiten Raum in dem Beitrag „Nur Kaninchenhorden können ihm gefährlich werden“ widmet die Sonntagszeitung dem Sachverhalt, dass große Teile der Löwenzahnforschung im Dritten Reich erarbeitet wurden. Hitler wollte in den besetzten Gebieten der Sowjetunion 400.000 Hektar russischen Löwenzahns anbauen, um Kautschuk zu gewinnen und gleichzeitig Partisanen aushungern.

Andere Aspekte der Rohstoffpflanze finden sich in einem Artikel von Mag. Dr. Peter Trinkhaus vom Institut Nachhaltige Techniken und Systeme, Joanneum Research in Wien.

*Prüfer, Dirk Prof. Dr. rer. nat.
Westfälische Wilhelms-Universität Münster
Institut für Biochemie und Biotechnologie der Pflanzen
Str. und Hausnr.: Hindenburgplatz 55
D-48149 Münster
Tel: + 49 - 251 - 83 2 2302
Fax: + 49 - 251 - 83 2 8371
Email: dpruefer[ät]uni-muenster.de


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Datum: Montag, 5. Mai 2008 10:23
Themengebiet: Gummi und Kautschuk Trackback: Trackback-URL
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