Strohballenhäuser - Architekt verwendet Stroh als Dämmstoff

Geschrieben von: Michael Pankratius

Elberswald - Glenn Rossow ein studierter Architekt mit Bauhandwerkerausbildung geht neue Wege im Bereich ökologischem Bauen. Er verwendet den nachwachsenden Rohstoff Stroh als Dämmstoff. 35 bis 80 Zentimeter dicke Ballen können in Decken und Wänden verarbeitet werden. Stroh ist schadstoffarm und lässt sich gut mit Lehm verarbeiten. In Deutschland ist diese Methode weniger bekannt. Im Gegensatz zur USA, wo bereits seit 1880 Strohballenhäuser gebaut werden. Jedoch darf das Stroh in Deutschland im Gegensatz zur USA keine Last tragenden Funktionen einnehmen.

Dass sich diese Bauweise noch nicht recht durchgesetzt hat, liegt an der Befürchtung der Kunden, dass Stroh leicht entflammbar und Nistplatz für Mäuse und Insekten sei. Eine unbegründete Sorge, wie der Architekt meint.

Das Stroh wird in die Zwischenräume der Holzkonstruktion verbracht und mit Lehm verputzt, so dass von außen nicht zu sehen sei, mit welchem Dämmstoff gearbeitet wurde. Preislich unterscheidet sich Stroh nicht von herkömmlichen Dämmstoffen.

 


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Datum: Samstag, 6. März 2010 10:23
Themengebiet: Faserpflanzen | Trackback: Trackback-URL
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2 Kommentare

  1. 1

    Hallo zusammen,

    Nach meinen Erfahrungen lassen sich gegenüber herkömmlicher Bauweise bis zu 10% der Baukosten einsparen. Die Strohballenbauweise ist vor allem für Niedrigenergie und Passivhäuser interessant.
    Infos unter fasba.de oder inbau.org

  2. 2

    Hallo,
    erst mal danke das hier aus dem artikel über mich zitiert wird.
    gern mache ich hier noch einige anmerkungen.

    Strohballen ohne zulassung als dämmstoff und ohne Ü-zeichen sind natürlich preisgünstiger als herkömmliche dämmstoffen.
    Nach der in deutschland vom FASBA (Fachverband für Strohballenbau, fasba.de) erwirkten “Allgemeine bauaufsichtliche Zulassung” für nichtlasttragende strohballenwände, ist die verwendung von zugelassenen baustrohballen vorgesehen.
    Die aufwendige zertifizierung der zugelassenen baustrohballen erfolgt in übereinstimmung mit dem FASBA durch die “BauStroh Limited”.

    Der hohe manuelle aufwand beim errichten und verputzen der strohballenwände, und der gesetzlich geforderte aufwand zur zertiefizierung der ballen heben den preisvorteil des rohstoffes in deutschland leider auf.

    Wobwei ein hoher eigenleistungsanteil der bauherrn den finanziellen aufwand für diesen sicher senken kann.

    auch das letzte FASBA-Treffen hat ergeben das wenn man die erbrachten eigenleistungen realistisch bewertet und einbezieht, vergleichbare wohngebäude mit gleichem standart und ausführungsqualität troz ihrer wesendlich BESSEREN ÖKOBILANZ und der wesendlich GRINGEREN BELASTUNG mit chemischen schadstoffen zu vergleichbaren preisen errichtet werden können.

    Leider weckt die auffassung strohballenbau sei besonders billig immer wieder falsche erwartungen bei bauherrn, die das anliegen ökologisch mit Stroballen zu bauen beeinträchtigen.

    jedem bauherrn dem seine umwelt nicht egal ist und der wert auf möglichtst wenig chemische schadstoffe in seinem haus legt, würde ich raten ein strohballenhaus zu bauen.

    Für weitere fragen stehe ich gern unter der email: strohballenpassivhaus@pop.ms
    zur verfügung.

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