Johnson Controls setzt auf Naturfasern
Das Ziel, das Gewicht von Kraftfahrzeugen fortgesetzt zu reduzieren, war auch Thema auf der Detroit Motor Show. Ein Beispiel ist das Konzept “re3″ von Johnson Controls. Das Konzept, welches sich voll auf das Zusammenspiel zwischen Mensch und Maschine konzentriert, zeigt unter anderem interessante Ansätze beim Einsatz von Kunststoffen.
Einer der wichtigsten Ansätze ist dabei der Verzicht auf die standardmäßig im Automobilbau für Armaturen und Verkleidungen verwendete Slush-Haut, die meist aus PVC oder TPU besteht. Johnson Controls verzichtet auf den Überzug und nutzt ein Trägermaterial aus thermoplastischer Polymermatrix mit einer Füllung aus Naturfasern. Das “Fibrewood” getaufte Material wird unter Einsatz von Hanf und Kenaf spritzgeprägt und auf einen Hybrid-Träger aus Metall und Kunststoff montiert. Die Naturfasern bleiben auf der Oberfläche des Endprodukts sichtbar. Nebeneffekt sind eine Gewichtsersparnis von rund 30 Prozent gegenüber dem Einsatz einer Slush-Haut. Dazu kommen produktionstechnische Effienzienzgewinne.
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Stichworte: Fibrewood, Hanf, Johnson Controls, Kenaf
