Rekordverbrauch von Holzpellets in Deutschland

Geschrieben von: Michael Pankratius

Zum ersten Mal hat der jährliche Verbrauch von Holzpellets in Deutschland die Grenze von einer Million Tonnen überschritten. Waren es im Jahr 2006 noch 470.000 Tonnen so stieg die Zahl 2009 auf 1,1 Million Tonnen. Damit verdreifachte sich der Verbrauch innerhalb von drei Jahren, so dass man durchaus von der Durchsetzung des Brennstoffes aus nachwachsenden Rohstoffen sprechen kann, der die Unabhängigkeit von fossilen, importierten Energien mit kostensenkender Effizienz und einem Heizkomfort auf höchstem Niveau verbindet.
Immer mehr kommunale Einrichtungen setzen auf die Vorteile der Energieträger aus eigenem Lande und setzen sie zunehmend auch in größeren Gebäuden wie Stadthallen, Schulen oder Kindergärten ein. Experten prognostizieren für das Jahr 2010 einen weiteren Verbrauchsanstieg auf rund 1,3 Million Tonnen.
Unterstützt wird dieser Trend durch die verbesserte technische Entwicklung bei Pelletheizkesseln. Neueste Qualitätsmodelle kommen auf Normnutzungsgrade von bis zu 96 Prozent und bieten modernste Regelungstechnik für einen emissionsarmen Betrieb. Die Reinigungsautomatik macht das manuelle Säubern von Brennerrost und Wärmetauscherflächen überflüssig. Schien Heizen mit Holz lange Zeit der Vergangenheit anzugehören, so ist es mittlerweile eine durchaus zukunftsträchtigen Option.
Trotz des stark vermehrten Pelletverbrauch müssen selbst in lang anhaltenden Wintern keine Versorgungsengpässe befürchtet werden. Nach Angaben des Deutschen Energieholz- und Pellet-Verbandes (DEPV) lag die Produktion von Holzpellets im Jahr 2009 mit 1,6 Million Tonnen sogar weit über dem Verbrauch, so dass 28 Prozent der gefertigten Menge exportiert werden konnten. Die verfügbaren Kapazitäten für eine Pelletproduktion waren mit 2,5 Million Tonnen sogar noch wesentlich größer.


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Datum: Dienstag, 4. Mai 2010 12:03
Themengebiet: Bioenergie | Trackback: Trackback-URL
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