Neues Biogasprojekt an der Universität Hohenheim

Geschrieben von: Robert Boehm

Die Universität Hohenheim nimmt an einem für die nächsten drei Jahre geplanten Verbundprojekt teil, in dem ein neuen Biogasanlagentyp entwickelt werden soll. Ermöglicht wird das aus acht Partnern bestehende Kooperationsprojekt durch das Förderprogramm „Bioenergie 2021“  vom  Bundesministerium für Bildung und Forschung. Das Forschungsvorhaben wird dabei mit insgesamt 1,96 Mio. Euro gefördert. Von diesem Gesamtbudget werden rund 275.000 Euro in Hohenheim eingesetzt werden. Auf dem Universitätsgelände soll davon eine Miniatur- Biogasanlage entstehen. Das besondere, an der aus vier 100 Litern großen Fermentern, sowie einem 50 Liter großen Methanreaktor bestehende Anlage, ist ihre drei- stufige Einteilung. Durch diese verfahrenstechnisch Trennung von Gärung und Methanogenese in verschiedene Fermenter, entstehen günstigere, mikrobiologische Bedingungen für die Biogasproduktion. Dadurch entsteht in dieser neuen Anlage ein höherer Methangehalt des Biogases von etwa 85%, der im Vergleich zu herkömmlichen Biogasanlagen ca. 60% beträgt. Auch werden in dem neuen Anlagentyp die mikrobiologischen Verfahrensprozesse beschleunigt, was die Produktion von Biogas wesentlich effizienter macht. Die Dreiteilung der Anlage ermöglicht auch eine größere Variabilität an möglichen Substraten, die der Anlage zugeführt werden können. Dieser neue Anlagentyp führt somit zu einer höheren Energieausbeute und wird damit wirtschaftlicher.


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Datum: Freitag, 26. März 2010 8:42
Themengebiet: Bioenergie | Trackback: Trackback-URL
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