Bioenergiepark Bürstadt meldet Insolvenz an

Geschrieben von: Michael Pankratius

Der Energiepark Bürstadt sollte ein Vorreiter der Erneuerbaren Energien werden. Eine der Anlagen hatte Biomasse verarbeitet, die andere nachwachsende Rohstoffe. Dafür lieferten die Landwirte aus einem Umkreis von fünf Kilometern jährlich 18 000 Tonnen Mais- und Grassilage. In der Biomasse-Anlage wurden 18 000 Tonnen Reste aus Großküchen und Kantinen, aber auch nicht mehr verkaufbare Lebensmittel und Milchprodukte verarbeitet. Nun hat die Geschäftsleitung des Energieparks Anfang Mai Insolvenz wegen Zahlungsunfähigkeit angemeldet.
Die EWR als größter Stromabnehmer hatte im März die Zahlungen eingestellt - etwa zum gleichen Zeitpunkt, als frühere Mitarbeiter Mängel an den Anlagen angemeldet und den Geschäftsführer des Subventionsbetrugs bezichtigt hatten.
Zeitgleich stellten die Behörden Mängel bei Feuer- und Hygienemaßnahmen fest. Das Regierungspräsidium Darmstadt kam daher nach einer Untersuchung auf dem Areal zu dem Schluss, dass ein Weiterbetrieb auch aus arbeitsschutzrechtlichen Gründen nicht zuzulassen ist. Daher wird die Anlage zurzeit heruntergefahren.


Datum: Mittwoch, 19. Mai 2010 18:50
Themengebiet: Bioenergie | Trackback: Trackback-URL
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