Bioenergie und Naturschutz - Synergien fördern, Risiken vermeiden – Positionspapier des BfN

Geschrieben von: Michael Pankratius

Das Bundesamt für Naturschutz (BfN) hat am Dienstag im Rahmen der Fachtagung „Bioenergie aus der Landschaftspflege“ ein neues Positionspapier zum Thema Bioenergie präsentiert.
Mit 70 % stellt Bioenergie den Hauptanteil der erneuerbaren Energien. Dennoch findet der Aspekt der Naturverträglichkeit der Biomasseerzeugung zu wenig Beachtung. Der BfN will den Naturschutz fördern und mehr in das System der Biomasseerzeugung einbinden.
So sollen strukturarme Gegenden, denen es an Gehölzen fehlt aufgeforstet werden, was einen positiven Einfluss auf das Landschaftsbild und die Artenvielfalt haben kann. Auch eine vermehrte Kombination von land- und forstwirtschaftlichen Flächen kann zur Erhöhung der biologischen Vielfalt beitragen. Zusätzlich werden natürliche Ressourcen wie Wasser und Boden geschont.
Biologischen Vielfalt und konsequenter Klimaschutz bedingen sich gegenseitig und dürfen sich nicht als Gegensätze verstehen. Daher muss Biomasseherstellung nachhaltig und naturverträglich sein. Nur so kann das Konzept funktionieren. Andernfalls sind die negativen Einflüsse auf Natur und Umwelt höher, als die positiven Effekte, die ein Zurückgreifen auf nachwachsende Rohstoffe mit sich bringt.
Das BfN Positionspapier liefert hierzu innovative Gedanken und Hilfestellungen. Die Grundaussage ist, dass mit einer rein auf Energieausbeute ausgerichteten Bioenergieerzeugung die Flächenkonkurrenzen in der Landnutzung zunehmen. Dies endet in einer Abnahme der Kulturartenvielfalt, durch eine zu enge Fruchtfolge.
Das  Papier umfasst Forderungen, Ansätze zur Realisierung und Umsetzungsbeispiele. Es will damit Impulse geben, Synergien zwischen Biomasseanbau und Naturschutz in Zukunft aktiver zu nutzen.

Das Positionspapier des BfN finden sie zum kostenlosen PDF-Download hier.


Stichworte: , , , ,

Datum: Dienstag, 9. Februar 2010 23:41
Themengebiet: Bioenergie | Trackback: Trackback-URL
Feed zum Beitrag: RSS 2.0 Diesen Artikel kommentieren

Kommentar abgeben