Mehr als nur ein Holzauto
Am 6. und 7. Mai findet auf dem EuroSpeedway in der Lausitz der alljährliche Shell Eco-marathon statt, bei dem es darum geht mit möglichst wenig Energieeinsatz möglichst weit zu kommen. Dieses Jahr mit von der Partie ist der Öko-Flitzer „NIOS“, der dem Gemeinschaftsprojekt, „hydrokultur“ entstammt. An dem Projekt beteiligt sind Studenten der Uni Merseburg, der TU Chemnitz und der Hochschule für Kunst und Design aus Halle.
Der futuristisch anmutende, 160 kg schwere Öko-Flitzer bietet Platz für zwei Personen plus Stauraum. Der Nios wird von einer Brennstoffzelle und einem Elektromotor angetrieben und soll eine Reichweite von bis zu 500km besitzen. Das Besondere an dem Öko-Flitzer ist seine Bauweise. Er wurde unter umweltfreundlichem Kriterien konzipiert und ist damit besonders kraftstoff- und ressourcensparend. Der Nios besteht zu 70% aus regenerativen Materialien und 90% können recycelt werden. Als nachwachsender Rohstoffe wurden zum Beispiel Äschenholz für den Rahmenkonstruktion, die Karosserie oder die Blattfedern verwendet. Weiterhin wurde Baumwolle für den Ausbau des Innenraums genutzt. Für die nötige Stabilität sorgt ein Pappwabenkern sowie aus Kunstharzen gefertigte Verbundwerkstoffe, die auch auf der Basis nachwachsender Rohstoffe produziert werden. In wie weit dieser Prototyp im normalen Straßenverkehr jedoch Verwendung findet bleibt abzuwarten.
Stichworte: Holz, nachwachsende Rohstoffe
