Landnutzung spricht für Biokunststoffe

Geschrieben von: Günther Wiedl

Die Herstellung der Rohstoffe für Biokunst- und Biotreibstoffe stehen in heftiger Konkurrenz mit dem Anbau von Futter- und Lebensmittel. Laut dem Verband European Bioplastics und dem Institut für Biokunststoffe und Bioverbundwerkstoffe (IfBB, Universität Hannover) werden weniger als 0,006 Prozent der weltweit genutzten Landwirtschaftsflächen benötigt, um den Bedarf an Biokunststoffen zu decken.

Wie kommt dieser Wert zustande? Im Jahr 2011 wurden laut Europaen Bioplastics weltweit rund 1,2 Millionen Tonnen Biokunststoffe hergestellt. Die dazu notwendige Fläche für den Anbau der  Rohstoffe beläuft sich auf 300.000 Hektar. Basierend auf den Daten der FAO (Organisation für Ernährung und Landwirtschaft der Vereinten Nationen) liegt die weltweit genutzte Landwirtschaftsfläche bei rund fünf Milliarden Hektar (aus 70 Prozent Weide- und 30 Prozent Ackerfläche). In Relation entspricht das einem Anteil von 0,006 Prozent.

Demnach sollte es eine keine Konkurrenz zwischen stofflicher Nutzung nachwachsender Rohstoffe und Lebensmitteln geben. Auch der Einfluss auf den Marktpreis der Rohstoffe sollte gering sein. In weiterer Folge werde die Effizienz beim Anbau der Rohstoffe, aufgrund Verbesserungen in der Landtechnik beispielsweise, verbessert. Laut Schätzungen könnte die benötigte Fläche für die Produktion von Biokunststoffen im Jahr 2016 rund 1,1 Millionen Hektar betragen. In diesem Szenario wäre der prozentuelle Anteil an der Gesamtnutzfläche lediglich 0,022 Prozent.EuropaenBioplastics

Grafik: © en.european-bioplastics.org


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Datum: Sonntag, 14. April 2013 11:56
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