Mail-Protest gegen Jatropha-Biodiesel-Anlage in der Schweiz
Die geplante Anlage zur Biodiesel-Produktion in Bad Zurzach im Aargau in der Schweiz hat den Protest der deutschen Umweltorganisation “Rettet den Regenwald” auf sich gezogen. Die Gemeinde, die die Baugenehmigung erteilte, und ein Regierungsrat werden mit Mails eingedeckt. Zu der Aktion wird auf der Internetseite der Umweltschützer aufgerufen.
Die Nutzung der Pflanze Jatropha aus Mozambik für die Produktion von Biodiesel dränge den Anbau von Lebensmitteln zurück, heisst es in dem von der Organisation verschickten Mail-Text. Das Land leide bereits unter Lebensmittelunsicherheit. Bisher wurden immerhin 11.500 Emails verschickt.
Das Unternehmen, dass die Anlage errichtet (Green Bio Fuel Switzerland AG) weist die Kritik der Umweltschützer zurück. Jatropha sei demnach keine Konkurrenz zur Nahrungsmittelproduktion. Weder die Früchte noch das Öl seien essbar. Die Anpflanzung wirke sich positiv auf die lokale Wirtschaft in Entwicklungsländern aus. Frei bezeichnete die im Internet lancierte Protestaktion als “rufschädigend”.
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