European Bioplastics e. V. erwartet 2010 weiteres Wachstum der Biokunststoffindustrie

Geschrieben von: Michael Pankratius

Immer mehr renommierte Unternehmen setzen auf Biokunststoffe.
Coca-Cola führte 2009 in den USA und Dänemark die PlantBottle ein, eine PET-Flasche aus 30 % nachwachsenden Rohstoffen. Das zu PepsiCo gehörende US-amerikanische Unternehmen Frito-Lay wird eine kompostierbare PLA-Verpackung für ihr Produkt SunChips in Nordamerika auf den Markt bringen.

Im Sortiment des deutschen Einzelhändler Aldi befindet sich in allen Märkten seit knapp einem Jahr kompostierbare Tragetaschen, die aus nachwachsenden Rohstoffen bestehen. Für die meisten Kunden ist vor allem die gute C02-Bilanz der Materialien ausschlaggebend.
Das Samsung Reclaim Handy besteht aus einem Kunststoff, der ursprünglich aus Mais gewonnen wird.
Der auf der IAA 2009 vorgestellte Hyundai Blue-Will wird innen und außen zu Teilen aus Bioplastik gefertigt.

Trotz der Finanzkrise haben einige Unternehmen der Branche in neue Produktionsanlagen und Kooperationen investiert. NatureWorks ein US-Granulathersteller hat im Jahr 2009 die Produktionskapazität für PLA verzweifacht und das brasilianische Unternehmen Braskem sein Engagement im Bereich von biobasiertem Polyethylen intensiviert.

In Deutschland bietet BASF einen neuen bioabbaubaren Kunststoff an, der für die Papierbeschichtung und Herstellung von Schrumpffolien geeignet ist, während die italienische Novamont die zweite Generation Mater-Bi angekündigt hat.
Das neue Konsortium Purac-Sulzer-Synbra verkündet in den nächsten Jahren im Bereich geschäumter PLA-Produkte europäischer Marktführer zu werden.


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Datum: Montag, 29. März 2010 11:17
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