Ethical Coffee Company: Nachwachsende Rohstoffe als kritischer Erfolgsfaktor
Die Ethical Coffee Company greift Nespresso auf dem angestammten Markt für Premiumkaffee in Kapseln an. Der Gründer der Gesellschaft Jean-Paul Gaillard war pikanterweise einst selber Chef der Nestlé-Tochterfirma Nespresso.
Im Unterschied zu Nespresso, wo man auf Aluminium-Kapseln setzt, wird bei der Ethical Coffee Company auf kompostierbare Kapseln aus Naturfasern. Nestlé macht im Bereich Nespresso jährlich rund zwei Milliarden Euro Umsatz. Hierfür werden fünf Milliarden Kapseln mit Kaffee verkauft. Bei der Ethical Coffee Company soll der Ökoansatz helfen, diesen Markt zu erobern. Nach Deutschland und in die Schweiz will die bisher auf den französischen Markt agierende Firma im kommenden Jahr expandieren. Nach Ansicht von Gaillard will man dabei vor allem gutverdienende Käuferschichten locken, die beim Kaffeegenuss ein schlechtes Gewissen plagt, wenn sie dabei Müll produziert. Das Beispiel zeigt wunderbar, dass der Inputfaktor “nachwachsender Rohstoff” ein strategischer Wettbewerbsfaktor sein kann.
Stichworte: Ethical Coffee Company, Naturfasern
