Terra Preta (schwarze Erde)
Terra Preta ist eine an Nährstoffen reiche Erde, deren Zusammensetzung die Forscher lange vor Rätsel stellte.Terra Preta enthält neben Holzkohle, Überreste von organischen Abfällen wie Fäkalien, Knochen und zerbrochene Muscheln. Bodenproben ergaben überraschende Erkenntnisse. Auf Terra Preta wachsen Pflanzen schneller und bringen einen höheren Ertrag als auf der unfruchtbaren Urwalderde.
Auf einem Feld mit Terra Preta können Bauern typischerweise drei bis vier Mal mehr ernten als auf den natürlichen Böden Amazoniens - und das dauerhaft. Verkohlte Biomasse hingegen bietet den Bodenorganismen, die organische Substanzen abbauen, keine Nahrungsgrundlage mehr. Darum bleibt die Kohle im Boden jahrhundertelang erhalten. Aufgrund dieser Eigenschaft könnte der Terra Preta künftig eine Rolle beim Klimaschutz spielen. Pflanzen brauchen für das Wachstum CO2. Verkohlt man die Biomasse und arbeitet die Bio-Kohle in den Erdboden ein, entzieht man der Atmosphäre dauerhaft Kohlenstoff. Anstatt die Bio-Kohle nach konventioneller Methode per Schwelbrand zu erzeugen, wobei ein Großteil der darin enthaltenen Energie verloren geht, wird heute auf die Pyrolyse gesetzt: Organisches Material wird in einem Reaktor erhitzt. Dabei wird ein Teil der Biomasse flüssig oder gasförmig. Austretendes Öl oder Holzgas kann in Kraftwerken zur Stromproduktion eingesetzt werden. Als Nebenprodukt der Pyrolyse bleibt Bio-Kohle zurück. Diese können sie mit organischen Abfällen und weiteren Restsubstraten vermischen und mit der „Terra Preta Essenz“ impfen. Vorerst kann von uns keine Holzkohle geliefert werden, sondern muß vor Ort besorgt werden. Ein großer Importeur von Holzkohle kann auf Anfrage genannt werden. Die Terra Preta Essenz bietet ÖKOVERMES für 29,80 pro Liter, bzw. 134 € für 5 Liter an.
Die Vereinten Nationen prüfen derzeit den Einsatz von Biokohle als Maßnahme zur CO2-Reduktion. Im Rahmen des Emissionshandels könnten die Farmer auch finanziell von der neuen Methode profitieren. Hinzu kämen steigende Erträge, während gleichzeitig weniger in Dünger investiert werden müsste. Auch für heutige Landwirte eine sehr interessante und vor allem preiswerte Möglichkeit der Bodenverbesserung.
Autor/Kontakt:
Peter F. Holub
www.holub-consulting.de
Tel: 09943-943797
www.oekovermes.de
Tel: 0152-08691391
Mehr zum Thema gibt es beim ZDF.
Stichworte: Biomasse, Terra Preta

Mittwoch, 2. Dezember 2009 21:55
[…] der vielen Suchanfrage hier im Blog ist darauf zu schliepen, dass das Interesse an Terra Preta recht bedeutend […]
Dienstag, 15. Dezember 2009 19:33
ich möchte gerne diese Terra Preta selbstherstellen. Habe genügend Pflanzen, Holzkohle, tierische Abfälle und auch ein grosses Gelände(ca. 1500 m2), wo ich Tongefässe hinstellen kann. Ich möchte auch wissen, wie lang diese Mischung in den Tongefässen verbleiben muss und ob irgendwelche Flüssigkeiten dazugegeben werden müssen. Für Ihre rasche Antwort per E-Mail danke ich Ihnen.
Mit freundlichem Gruss
R. Buwar
Samstag, 10. April 2010 19:34
Gibt es eigentlich noch eine andere Bezugsquelle für Terra Preta als unter http://www.terra-preta.de? Gibt es eigentlich verschiedene Arten von Terra Preta?