Anbau nachwachsender Rohstoffe konstant bei zwei Millionen Hektar - Erstmals seit vier Jahren kein Wachstum
Die Anbaufläche für nachwachsende Rohstoffe lag Jahr 2008 nach Schätzungen der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (Güstrow) bei rund zwei Millionen Hektar. Damit stabilisiert sich die Produktion von Ackerkulturen für Rohstoffzwecke in der bundesrepublikanischen Landwirtschaft auf hohem Niveau: Knappe 17 Prozent der inländischen Ackerfläche nutzen die Bauern zur Erzeugung von Energie- bzw. Rohstoffpflanzen. Das unterstreicht die große Bedeutung des Anbaus nachwachsender Rohstoffe, der zu einem wichtigen wirtschaftlichen Betätigungsfeld für die Landwirtschaft geworden ist.
Erstmals seit dem Jahr 2003 ist die Anbaufläche jedoch nicht gewachsen. Geschuldet ist das der Entwicklung auf den Weltmärkten sowie einem Rückgang bei der inländischen Produktion von Biodiesel.
Im Vergleich zum Jahr 2007 nahm vor allem die Anbaufläche von Raps um 120.000 Hektar ab. Ursachen finden sich im Rückgang der inländischen Biokraftstoffproduktion bei gleichzeitig stärkerem Import von Pflanzenölen und Biokraftstoffen. Der Anbau von Energiepflanzen für Biogasanlagen legte nach Prognose der Fachagentur hingegen um ca. 100.000 Hektar zu, um den Bedarf insbesondere der neu in Betrieb gegangenen größeren Anlagen zu decken. Bei allen anderen Kulturen gab es nur geringfügige Veränderungen.
Die sprunghaft gestiegenen Preise von Agrarrohstoffen für den Nahrungsmittelsektor sieht die FNR als Hauptursache dafür, dass sich die Zuwächse der vergangenen Jahre 2008 nicht fortsetzten. Ungeachtet dessen geht sie mittelfristig von einer weiteren deutlichen Ausdehnung des Anbaus nachwachsender Rohstoffe zur industriellen und energetischen Verwertung in Deutschland aus.
Stichworte: Anbaufläche nachwachsender Rohstoffe

Mittwoch, 15. Oktober 2008 18:54
Das bebaubare Land ist nur begrenzt verfügbar. Wenn nicht aufgepasst wird, fallen Urwälder, Auen oder Feuchtgebiete der Axt zum Opfer. Biokraftstoff sollte nicht der ausschlaggebende Faktor für Frevel an der Natur sein. Es wird leider bereits im großen Maßstab durchgeführt. Auch können wir nicht durch knappere Produktion von Lebensmitteln zugunsten von Kraftstoff die Lebensmittelpreise hochtreiben.